Gerade wollte ich etwas zum Thema Dankbarkeit schreiben. Und siehe da, ich hatte bereits 2009 darüber etwas verfaßt. Dies findest du im Folgenden unverändert. (Außer einer mikroskopischen Kleinigkeit. Du siehst sie unten beim Stern*):  Ganz besonders faszinierend finde ich die Analogie zur aktuellen Zeit unter der Überschrift „Die Situation“. Sehr, sehr ähnlich, wenn auch noch nicht so extrem wie heute.

Mehr vom Guten
Es ist eine Eigenschaft des Menschen, mehr zu wollen. Ich nehme an, weil die Seele dies erfahren möchte. Nach mehr zu suchen gehört zum Bereich Wachstum. Wachstum ist eine der Herausforderungen des Menschen. Wir beanspruchen mehr Wissen, mehr Erfahrungen, mehr Möglichkeiten, mehr Liebe, mehr Beziehungen, mehr Freundschaften, mehr Freude, mehr Vergnügen, mehr Weisheit, mehr Autos, mehr Medialität, mehr Gesundheit, mehr Einfluss, mehr Sicherheit, mehr Geld usw. Dagegen ist nichts einzuwenden, es gehört wie gesagt, zur Natur des Menschen nach Vergrößerung zu streben. Materiell, geistig, seelisch.

Unterscheidungskraft
Es benötigt allerdings Unterscheidungsfähigkeit, zu erkennen welche Richtung und welches Ausmaß des Wachstums für den einzelnen zum höchsten Wohle ist. Aber das ist ein anderes Thema.

Selbstverständlich nehmen – Ein Fehler
Wir wollen so viel – auch wenn wir es oft nicht zugeben möchten. Und weil wir so viel ersehnen fällt unser Blick gerne auf die Dinge im Leben, die uns fehlen und nicht auf die Dinge, die uns zur Verfügung stehen. Die erscheinen uns nur allzu oft als selbstverständlich. Oder wer freut sich jeden Abend, dass er ein Bett hat? Oder Bettwäsche? Oder eine Matratze oder eine Dusche? Oder warme Füße?

Wie soll die Schöpfung uns das bringen, was wir uns so inständig wünschen, wenn wir keinen Blick haben und keine Wertschätzung für das, was bereits in unserem Leben vorhanden ist? Es am Ende noch für selbstverständlich halten?

„Ich brauche nichts, es freut mich ohnehin nicht, ich ehre es nicht“. Das ist die Botschaft, die wir auf diese Weise aussenden.

Ist es selbstverständlich, dass der Müll regelmäßig ausgelehrt wird? Dass morgens die süßesten Vögel ihr Lied singen? Dass uns jemand im Café den Kuchen bringt? Dass wir ein Fahrrad oder Beine haben und damit fahren/laufen können, dass wir (evtl.) gesund sind, dass wir über einen funktionstüchtigen Körper verfügen, dass wir einigermaßen gut aussehen, eine Waschmaschine besitzen, sauberes Wasser zum Trinken, eine Wohnung und Essen? Creme, um uns zu pflegen, Handtücher zum abtrocknen? Einen Herd, um Essen zu kochen, Supermärkte die überquellen, Freunde? Lesen und schreiben können, Bücher haben, Augen, die sehen? Gefühle? Blumen? Bäume? Schokolade? Eine Toilette?

Dankbarkeitsverhinderungsflecken
Überflüssig zu erwähnen, dass diese Liste unendlich fortgesetzt werden kann.

Du bist dankbar? Das ist doch selbstverständlich? Nun ja, auch der dankbarste Menschen hat irgendwo blinde Flecken. Dankbarkeitsverhinderungsflecken sozusagen. Es gilt hin zu schauen.

Generation der Möglichkeiten
Wir gehören zum großen Teil Generationen an, die über lange Zeit ein wirtschaftlich so einträgliches Leben hatten wie wohl selten Menschen zuvor. Wir tendier(t*)en dazu, dies für „normal“ zu halten.

Darüber hinaus haben wir seit Jahrzehnten Möglichkeiten der persönlichen, geistigen und spirituellen Weiterentwicklung wie wohl ebenfalls keine Generation jemals zuvor. Wir verfügen über Zugriff auf enormes Wissen. Erkenntnisse, die früher im Verborgenen blühten und nur einer winzigen Schicht zugänglich waren, um nach Jahren der Isolation, andauernder Übungen und erheblichem Dienst angewendet zu werden, kann jetzt jeder, quasi bei Kaffee und Kuchen, in gemütlichem Ambiente erlernen. Wir neigen dazu auch dies als Selbstverständlichkeit zu betrachten.

Dankbarkeit manifestiert. Warum?
Um Dinge in unserem Leben erschaffen zu können, die wir uns wünschen ist es wichtig, sich gut zu fühlen. Wenn wir wirklich zutiefst dankbar sind, dann hilft das, dass wir uns wohl fühlen. Zudem signalisieren wir der Schöpfung: Ich erkenne und ehre die Geschenke in meinem Leben. Wenn wir für alles und jedes dankbar sind und zwar konstant und immer und immer wieder – Dankbarkeit zu unserem Leitgefühl machen, dann erhöhen wir nach dem Gesetz der Resonanz unsere Schwingung, um mehr mit dem in Einklang zu kommen, was wir ersehnen.

Die Situation
Es sieht nicht so schön aus, was gerade auf uns zu kommt. Vielleicht gibt es eine Wirtschaftskrise, der Ölpreis steigt und steigt und es scheint, als wolle es in der Zukunft nicht mehr so geölt laufen. Unangenehme Visionen ziehen vor dem inneren Auge auf. Ängste besetzen uns, die sich nicht nur auf das Leben von Einzelnen auswirken, sondern auf die Gefühlslage der ganzen Nation bzw. des ganzen Planeten.

Die Wende
Wir können unserem eigenen Leben und dem der Gemeinschaft eine Wende geben – durch Dankbarkeit.

Hier eine schöne Übung um damit zu beginnen. Schreibe 144 mal auf wofür du dankbar bist.

1) Danke für …..
2) Danke für……
…..
144) Danke für

Je mehr Menschen dies in einem Land tun, um so eher wird sich nicht nur die eigene, sondern gleichzeitig die Schwingung des ganzen Landes erhöhen. Wenn es gar 144.000 Menschen in einem Land praktizieren kann es einen Ebenensprung geben.

Wie auch immer: Mach du es einfach für dich.

Wir brauchen keine großen Dinge zu veranstalten, um für uns selbst oder die Gemeinschaft tätig zu sein. Wir möchten lediglich unsere Gedanken, unser Verhalten und damit unsere persönlichen Signale im Auge behalten. Ein Schritt in diese Richtung ist Dankbarkeit.

Dankbarkeit macht uns zum Magneten für mehr des Guten.

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