Kürzlich kam mir eine Geschichte in den Sinn, die mich vor vielen Jahren sehr beeindruckt hat.
In einem Seminar stellte eine der Teilnehmerinnen einem anderen eine Frage. Das Thema erinnere ich nicht mehr, irgendetwas Metaphysisches.

Er sagte:

 Vor 5 Jahren hätte ich dir darauf noch eine Antwort geben können.
 Heute nicht mehr.


Warum ist mir das eingefallen?

Weil ich immer wieder erfahre, wie angenehm es ist, nicht sofort etwas wissen zu müssen.

Wir sind oft so begierig darauf, Antworten zu bekommen, Antworten zu geben, Begründungen zu finden und Begründungen zu geben. Ganz selten, dass jemand eine Mitteilung stehen lassen kann, ohne sofort etwas darauf zu erwidern.

Im Seminar „Entdecke dein Genie“ am letzten Wochenende haben die Teilnehmerinnen erlebt, wie entspannend es ist, sich zu sagen:

Ich weiß es nicht. Oder, Ich weiß nicht wie….

Mein Vorschlag: Probiere das doch auch mal aus.

Denke an ein Problem, das dich schon länger beschäftigt.
Schließe deine Augen und sage still:

Ich weiß es nicht. Oder, ich weiß nicht wie ich das lösen kann.

Nicht in stummer Verzweiflung.
Nicht im Gefühl der Hilflosigkeit.

Sondern in stiller Erleichterung,
dass du es nicht wissen musst.

Was passiert? Du entspannst dich.

Wenn du willst, kannst du dann noch etwas hinzufügen.
Das ist nicht nötig. Aber schön.

Was, verrate ich dir gerne im nächsten Newsletter.

Noch ein Gedanke zum „Nicht-Wissen“:

Wir sind so mental geprägt, dass wir uns kaum vorstellen können, dass sich die Dinge anders als über den Kopf lösen lassen.

Dabei gibt es das schöne Sprichwort: Kommt Zeit, kommt Rat.

Dieser Rat muss keine Kopfgeburt sein. Er kann sich als unerwartete Fügung zeigen oder als eine plötzliche Eingebung.

 Wenn du das kennst, freue ich mich über eine Nachricht:
 Wie hast du ein Problem einmal fast „kopflos“ gelöst?


Ich schließe mit einer

Mini-Magie der Königin
für deinen Tag:

Manchmal öffnet „Ich weiß es nicht“
einen Raum für etwas viel Klügeres.